Sind Zähne, Kiefer, Körper in Balance?

Die Bioästhetische Zahnheilkunde betrachtet nicht den einzelnen Zahn isoliert, sondern den gesamten „Kauapparat“ als funktionale, mit dem gesamten Körper in Wechselbeziehung stehende Einheit. Diese systemische Sichtweise bildet die Grundlage für unsere Behandlung.

Gesundheit als Harmonie

Die Bioästhetische Zahnheilkunde beruht auf der Forschung des amerikanischen Zahnarztes und Biologen Prof. Robert L. Lee. Sie ist ein ganzheitliches Konzept und stellt das harmonische Zusammenspiel von Zähnen, Kiefergelenken, Muskeln und Wirbelsäule in den Mittelpunkt.

„function follows form“

Anders als im Design, wo die Form der Funktion folgt, bestimmt die Form das funktionale Zusammenspiel von Zähnen und Kiefergelenken.

In Wirklichkeit ist der Zusammenhang allerdings noch komplizierter, denn Form und Funktion beeinflussen sich gegenseitig. So entstehen dynamische Prozesse mit vielen Wechselwirkungen – Ursache und Effekt lassen sich (auf den ersten Blick) oft nicht eindeutig unterscheiden.

 

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Eine Frage der Beziehung

Fest steht: Nur wenn die Beziehung der Zähne zueinander exakt „passt“, ist und bleibt das Kauorgan gesund. Sind Zahnformen und ihre axiale Ausrichtung im Kiefer nicht „im Lot“, unterliegen sie im Laufe des Lebens Veränderungen. Geschieht dies nicht gleichmäßig, wird dadurch der Kieferschluss (Okklusion) gestört.

Ein Mikrometer Abweichung – z.B. durch eine nicht exakt der Funktion angepasste Zahnfüllung oder einen geringfügig zu hohen oder zu flachen Zahnersatz – genügt bereits, um die ausbalancierte Beziehung von Ober- und Unterkiefer durcheinander zu bringen. Der ungleichmäßige Druck beim Kauen führt zu vermehrtem Abrieb und zu Verschiebungen der Zähne.

Das (Un-)Gleichgewicht der Kräfte

Unser Körper versucht, die Schieflage auszugleichen. Dabei bauen sich zuerst im Kopf- und Nackenbereich Spannungen auf. Wird der zugrundeliegende Fehler nicht behoben, weitet sich der „Konflikt“ mehr und mehr auf andere Körperregionen aus.

Auch das Zahnfleisch gehört dazu!

Das Zahnfleisch (die Gingiva) und der Kieferknochen sind wichtige Teile des Gesamtsystems. Der Knochen reagiert empfindlich auf eine Fehlbelastung der Zähne und zieht sich zurück; ihm folgt die Gingiva (Rezession). Die Wurzeloberfläche liegt frei, es entstehen empfindliche Zahnhälse. Zurückgezogene und auch übermäßige Gingiva wirken zudem unästhetisch; erst ein Gleichgewicht von „roter“ und „weißer“ Ästhethik ist attraktiv und für das Gesamtsystem sinnvoll.

Die Rezessionen können wir mit mikrochirurgischen Operationstechniken wieder decken, zuviel Gingiva wird formend abtragen. Zuvor müssen wir aber den Grund für den Zahnfleischrückzug beseitigen. Geschieht dies nicht, beginnt er alsbald von Neuem. Genau wie bei Zähnen und Kiefergelenken richtet sich unsere Behandlung auch beim Zahnfleisch auf die Ursache.

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